Der Bund möchte seine Bindung an das US-Technologieunternehmen Microsoft verringern. Der Entscheid reiht sich in die wachsende Debatte um digitale Souveränität ein und lenkt den Blick auf die grundsätzliche Frage, wie abhängig Organisationen von einzelnen Technologieanbietern sind.
Der Bund plant, seine Verflechtung mit Microsoft schrittweise zu verringern. Darüber berichtete die «Tagesschau» am 19. April 2026. Auffällig ist dabei: Nur wenige Monate zuvor wurden über 50'000 Arbeitsplätze der Bundesverwaltung mit der Software Microsoft 365 ausgerüstet. Ein Sprecher der Bundeskanzlei bestätigte gegenüber der «NZZ am Sonntag»: «Die Bundesverwaltung strebt an, ihre Abhängigkeit von Microsoft schrittweise und langfristig zu reduzieren.» Die Gründe: Nicht genügend gewährleistete Datensicherheit, zu wenig Kontrolle über die eigenen Daten sowie geopolitische Risiken.
Damit rückt eine Frage in den Mittelpunkt, die nicht nur die Bundesverwaltung sondern generell Behörden betrifft: Wie abhängig sind wir eigentlich von US-Technologieanbietern?
Die Abhängigkeit von einzelnen Technologieanbietern ist längst nicht mehr eine strategische Entscheidung, sondern erzwungene Realität im Alltag.





